Soviel vorneweg: DEN Weg zum Glauben gibt es nicht. Ich möchte dich ermutigen, deinen eigenen Weg zu suchen. Wenn du den Weg von Herzen suchst, wirst du ihn auch finden (Mat 7,8).

Mein Weg war und ist ein Zick-Zack. Ich weiss nicht, ob es bei Gott geradlinige Wege gibt. Das mag auch daran liegen, dass Gottes Wege für uns manchmal jeglicher menschlichen Logik widersprechen (Römer 11, 33-34). Den Start in den Glauben machte ich nicht freiwillig – es waren widrige äussere Umstände (Trennung, Tod meiner Mutter mit Exit). Ich wusste, dass ich nicht mehr selbst klar kommen würde.

Ehrlicherweise kenne ich das genaue Datum nicht, wo ich sagen kann: Das ist meine Bekehrung, ab jetzt bin ich mit Jesus unterwegs. Es passierte schleichend. Ich besuchte damals Gottesdienste in der GvC Winterthur. Ich wollte mich überzeugen, dass diese «Leute» normal sind, auch was das Aussehen und die Kleidung betrifft. Ich war auch neugierig, wie der Umgang mit Frauen war. Soweit passte alles, die Predigten befand ich für gut, die GvC-ler waren ganz normale Menschen wie ich.

Ein steiniger Weg zum Glauben

Während einer Predigt wurde ich aufgefordert, eine Entscheidung zu treffen: Bin ich wirklich dabei oder nur ein Mitläufer? Ich hatte Angst, meine Kontrolle zu 100% abzugeben. Obwohl ich wusste, dass ich gar nichts unter Kontrolle hatte. Mein Kopf meinte JA, mein Herz sagte NEIN. Irgendwann siegte mein Kopf und ich vollbrachte den entscheidenden Schritt – so dachte ich es zumindest.

Es dauerte geschlagene 4 Jahre, bis ich zu 100% JA sagte zu Jesus. Wiederum haben mich äussere Umstände dazu gebracht. 99% reichen nicht, Jesus möchte 100%. Das war für mich schwierig. Ich wollte immer noch ein bisschen Kontrolle behalten. Ein wichtiger Schritt war meine Taufe.

Ich kann heute sagen, dass ich die Kurve einmal mehr gekratzt habe und zu 100% mit Jesus unterwegs bin. Was überhaupt nicht heisst, dass mein Leben einfache geworden ist. Im Gegenteil. Es ist anspruchsvoller geworden. Eines aber weiss ich: Auf Jesus kann ich mich zu 100% verlassen. Das ist es wert.

Steiniger Weg zum Glauben

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